Unsere Guggemusik
Wenn man nach dem Ursprung der Guggemusik forscht, muss man in der Schweiz, genauer in Basel, suchen. Schon im vorigen Jahrhundert traten dort Gruppen unter dem Namen Tschäter- oder Katzenmusik auf. Diese älteren Begriffe wurden später abgelöst durch das Wort Guggenmusik. In einem Buch aus der Schweiz, von 1885, werden folgende Deutungen aufgeführt:
Guggi - schlechtes Blasinstrument
Guggen - tuten, schlecht blasen
Gugger - schlechter Trompeter
Die Guggenmusik
präsentiert in ihrer Form ein Stück Narrenfreiheit innerhalb der
festprogrammierten Fasnet.
Je organisierter die Fasnet, umso stärker regte sich auf der anderen Seite der
Wunsch, der Tradition ein dosiertes Stück Chaos entgegenzusetzen.
Diesem Chaos hat sich die Guggenmusik der Villinger Fazenedle angenommen. Ca. 36 Musiker stark, besteht sie zu ca. 80 % aus Laienmusikern die, ausser mal auf einem Kamm geblasen, keinerlei musikalischen Vorkenntnisse mitbringen.
Sie
ist schon seit Gründung
Bestandteil des Vereines und somit die älteste, eingetragene Gugge-Musik in
Villingen.
Unsere Gugge glänzt auch ausserhalb der Fasnetsaison bei vielen
Auftritten. Neben Geburtstagen und Sommerfesten spielen die Schrägtönler auch
beim Truck Grand Prix auf dem Nürburgring, bei der IAA der Nutzfahrzeuge in
Hannover und Frankfurt auf. Ein Radioauftritt beim hessischen Sender RPR oder
eine Samba für das portugiesische Fernsehen, runden dann das ohnehin mit
Terminen vollgestopfte Wochenende ab.
Übrigens: Seit Mai 2001 proben auch unsere Jüngsten, in der Hoffnung, das sie einmal genauso schräg spielen wie die Alten....