Wir über uns
Unsere Gründung

Die Gründungsversammlung der Villinger Fazenedle war am 12.06.1978 im Gasthaus Ganterstüble hier in Villingen.
Die Liste der Gründungsmitglieder lautete wie folgt:
Gabriele Grieshaber
Gabriele Mössmer
Cilly Holzinger
Kurt Faller
Renate Zwerschina
Berthold Steimle
Ingbert Hertz-Eichenrode
Gaby Wegner
Rudi Wegner
Rolf Böhm
Brigitte Lorenz
Unter diesen Fazenedle der "ersten Stunde" wurden folgende Ämter verteilt:
| 1.Vorstand | Rudi Wegner |
| 2. Vorstand | Rolf Böhm |
| 1. Schriftführer | Cilly Holzinger |
| 2. Schriftführer | Gabriele Grieshaber |
| 1. Kassierer | Renate Zwerschina |
| 2. Kassierer | Gaby Wegner |
| Dirigent | Kurt Faller |
Die Villinger Fazenedle wurden dann am 03. Oktober 1978 in das Vereinsregister der Grossen Kreisstadt Villingen-Schwenningen eingetragen. Der Verein umfasst eine Fussgruppe sowie eine Gugge-Musik. Zur Zeit sind 200 passive und aktive Mitglieder registriert.
Unser Name
Noch
heute wird im Altvillinger Dialekt das Wort Fazenedle für ein Taschentuch
benutzt.
Das Forschungsinstitut für Deutsche Sprache in Marburg schreibt dazu:
„Heute
wird allgemein angenommen, dass das Wort aus dem italienischen Fazzoletto (Taschentuch, Sacktuch)
abgeleitet wurde."
Fazzoletto stammt, laut dem
Dizionario Etimologico Italiano von
Carlo Battisti und Giovanni
Alessio, aus dem
14. Jahrhundert und wird vom lateinischen facies (Gesicht) abgeleitet.
Unser Häs
Die etwa 300 bis 400 Taschentücher werden, wie in der Häsordnung vorgeschrieben, in dichten Reihen auf eine weisse Latzhose und der dazu passenden Jacke aufgenäht. Die Haube ist ebenfalls mit Taschentüchern versehen, wobei die Augenpartie von einem weissen Spitzentaschentuch fächerförmig betont wird. Als Zeichen der Narrenfreiheit, trägt das Fazenedle links und rechts an der Haube je einen Fuchsschwanz.
So um die Adventszeit, wenn andere Menschen sich auf Bescherung, Geschenke und Tannenbäume freuen, schnappt sich ein Fazenedle das Bügelbrett samt dazugehörigem Eisen und bügelt „mal so eben“ die etwa 300 – 400 aufwändig gefalteten Taschentücher, die ein Häs erst so richtig zu einem „Fazenedle-Häs“ machen.
Wenn also diese „Fazoletti“ an Jacke, Hose und Haube gebügelt sind, wird an jedem zweiten Tuch noch ein kleines „Glöckle“ angebracht, das dann auch für den richtigen Ton bei den Umzügen sorgt. Letzte Aufmerksamkeit gilt dann noch dem (meist dezent parfümierten) Schnupfschtock, mit dem dann das „strählen“ der Leute am Strassenrand so richtig klappt....
Mehr Infos über unsere Fussgruppe gibt`s hier